WÄRMEPUMPEN-LEXIKON AUS MÜNSTER
Wärmepumpen-Lexikon: Begriffe einfach erklärt
Rund um Wärmepumpen tauchen viele technische Begriffe auf. In unserem Wärmepumpen-Lexikon erklären wir die wichtigsten davon kurz, verständlich und mit Bezug zur Praxis.
Modulierende Wärmepumpe
Eine modulierende Wärmepumpe kann ihre Heizleistung innerhalb eines bestimmten Bereichs an den aktuellen Wärmebedarf des Gebäudes anpassen.
Benötigt das Haus wenig Wärme, reduziert der Verdichter seine Leistung. Bei höherem Wärmebedarf kann er seine Leistung erhöhen. Dadurch muss die Wärmepumpe weniger häufig ein- und ausgeschaltet werden.
Wichtig ist deshalb nicht nur die maximale Leistung einer Wärmepumpe, sondern auch ihre Mindestleistung – also wie weit sie ihre Leistung nach unten reduzieren kann.
Das ist beispielsweise relevant, wenn sich die Heizlast eines Gebäudes später durch Dämmmaßnahmen reduziert: Eine passend ausgewählte modulierende Wärmepumpe kann sich dann besser an den veränderten Wärmebedarf anpassen.
PVT-Wärmepumpe
PVT-Kollektoren verbinden Photovoltaik und Solarthermie in einem Bauteil: Auf der Vorderseite wird Strom erzeugt, gleichzeitig wird auf der Rückseite Wärme aufgenommen.
Diese Wärme kann als Energiequelle für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe genutzt werden. Statt Erdsonden oder Flächenkollektoren versorgen die PVT-Kollektoren den Solekreis mit Wärme.
Bestimmte PVT-Systeme können neben Sonnenwärme auch Wärme aus der Umgebungsluft aufnehmen. Deshalb kann die Wärmegewinnung teilweise auch bei geringer Sonneneinstrahlung funktionieren. Für den Stromertrag bleibt eine gute Besonnung jedoch vorteilhaft.
Ob PVT für ein Gebäude geeignet ist, hängt insbesondere von Dachfläche, Wärmebedarf, Verschattung und Auslegung des Gesamtsystems ab.