Energetische Sanierung – Wissen, Tipps & Anleitungen
Willkommen in unserem Wissensbereich rund um die energetische Sanierung! Hier finden Sie künftig hilfreiche Informationen, Fachbegriffe und praxisnahe Anleitungen zu den Themen Energieeffizienz, Heizungsmodernisierung, Dämmung und Fördermöglichkeiten.
Diese Seite befindet sich aktuell im Aufbau und wächst stetig. Schauen Sie regelmäßig vorbei, um neue Inhalte zu entdecken und sich wertvolles Wissen für die Sanierung Ihres Hauses anzueignen.
Haben Sie ein bestimmtes Thema, das Sie interessiert? Lassen Sie es uns wissen – wir nehmen Ihre Anregungen gerne auf!
Rund ums Satteldach
(Dach-)Sparren
Sparren sind schräg verlaufende Holzbalken, die das Grundgerüst eines Schrägdachs bilden. Sie tragen die Dachdeckung, leiten Lasten wie Schnee und Wind ab und sind entscheidend für die Stabilität sowie die energieeffiziente Dämmung. Eine fachgerechte Sparrenkonstruktion ermöglicht eine optimale Wärmedämmung, reduziert Energieverluste und steigert die Energieeffizienz Ihres Hauses.
Fußpfette
Eine Fußpfette ist ein horizontaler Träger in der Dachkonstruktion, der am unteren Ende der Sparren, nahe der Dachtraufe, verläuft. Sie dient als Auflage für die Sparren und verbindet diese mit den tragenden Wänden des Gebäudes. Die Fußpfette verteilt die Dachlast auf die darunterliegenden Wände und sorgt für Stabilität sowie eine sichere Verankerung der Sparren.
Mauerwerk
Bims-Mauersteine
Bims-Mauersteine bestehen aus vulkanischem Naturbims, der mit Zement zu leichten und stabilen Steinen verarbeitet wird. Durch die vielen Luftporen sind sie besonders wärmedämmend, leicht und einfach zu verarbeiten. Gleichzeitig sind sie nicht brennbar, feuchtigkeitsregulierend und tragen zu einem angenehmen Raumklima bei. Aufgrund ihrer guten Dämmwerte eignen sich Bimssteine ideal für energieeffiziente Gebäude, während die großformatigen Plansteine ein schnelles und wirtschaftliches Bauen ermöglichen. Im Vergleich zu Ziegeln bieten sie eine sehr gute Wärmedämmung bei geringerem Gewicht, haben jedoch eine etwas niedrigere Tragfähigkeit und Schalldämmung.
Kalksandstein
Kalksandsteine bestehen zu ca. 90% aus Sand, außerdem aus Kalk und Wasser. Diese Stoffe werden bei hohem Druck gepresst und anschließend bei ca. 200° gehärtet. Dadurch entsteht ein sehr dichter massiver Stein mit hoher Druckfestigkeit und hoher Rohdichte. Dies führt zu sehr gutem Schallschutz und einer guten Eignung für tragendes Mauerwerk. Außerdem ist der Stein nicht brennbar und kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Der Stein ist allerdings schwer und emfindlich gegen Frost bei dauerhafter Durchfeuchtung. Er wird besonders im Hochbau bzw. im mehrgeschossigen Wohnungsbau eingesetzt. Auch bei Innenwänden, die Ansprüche an den brandschutz haben, werden kalksandsteine häufig eingesetzt.Das Material ist nicht brennbar, verbessert das Raumklima und verursacht bei der Herstellung deutlich weniger CO₂-Emissionen als erdölbasierte Dämmstoffe. Da es ohne Zusätze wie Borsalze auskommt, ist es vollständig recycelbar.
Bei der Verarbeitung ist auf einen geeigneten, tragfähigen Untergrund zu achten. Die Platten sollten stets mit einer diffusionsoffenen Farbe beschichtet werden, um ihre feuchtigkeitsregulierende Wirkung zu erhalten.
Dämmstoffe
Calciumsilikat
Calciumsilikatplatten sind ein diffusionsoffenes, mineralisches Dämmmaterial aus Kalk und Quarzsand. Sie sind feuchtigkeitsregulierend, schimmelhemmend und werden vor allem zur Innendämmung eingesetzt – insbesondere in feuchtegefährdeten oder schimmelanfälligen Bereichen sowie im Denkmalschutz.
Das Material ist nicht brennbar, verbessert das Raumklima und verursacht bei der Herstellung deutlich weniger CO₂-Emissionen als erdölbasierte Dämmstoffe. Da es ohne Zusätze wie Borsalze auskommt, ist es vollständig recycelbar.
Bei der Verarbeitung ist auf einen geeigneten, tragfähigen Untergrund zu achten. Die Platten sollten stets mit einer diffusionsoffenen Farbe beschichtet werden, um ihre feuchtigkeitsregulierende Wirkung zu erhalten.
Calciumsilikat
Calciumsilikatplatten sind ein diffusionsoffenes, mineralisches Dämmmaterial aus Kalk und Quarzsand. Sie sind feuchtigkeitsregulierend, schimmelhemmend und werden vor allem zur Innendämmung eingesetzt – insbesondere in feuchtegefährdeten oder schimmelanfälligen Bereichen sowie im Denkmalschutz.
Das Material ist nicht brennbar, verbessert das Raumklima und verursacht bei der Herstellung deutlich weniger CO₂-Emissionen als erdölbasierte Dämmstoffe. Da es ohne Zusätze wie Borsalze auskommt, ist es vollständig recycelbar.
Bei der Verarbeitung ist auf einen geeigneten, tragfähigen Untergrund zu achten. Die Platten sollten stets mit einer diffusionsoffenen Farbe beschichtet werden, um ihre feuchtigkeitsregulierende Wirkung zu erhalten.
Expandiertes Polystyrol
Expandiertes Polystyrol – kurz EPS oder umgangssprachlich Styropor – ist ein leichter, weißer Dämmstoff aus Kunststoff. Er besteht zu rund 98 % aus Luft und nur zu einem kleinen Teil aus einem Kunststoff, der aus Erdöl gewonnen wird.
EPS wird häufig zur Wärmedämmung von Häusern eingesetzt, zum Beispiel an Fassaden, unter dem Dach oder unter dem Fußboden. Es hat gute Dämmeigenschaften, ist günstig in der Anschaffung, einfach zu verarbeiten und nimmt nur wenig Wasser auf. Dadurch ist es besonders beliebt im Neubau und bei energetischen Sanierungen.
Wichtig: EPS darf nicht mit dem ähnlichen Dämmstoff XPS (extrudiertes Polystyrol) verwechselt werden. Beide sehen ähnlich aus, haben aber unterschiedliche Eigenschaften.
Extrudiertes Polystyrol
Extrudiertes Polystyrol (XPS) ist ein leistungsfähiger Dämmstoff, der sich durch seine geringe Wasseraufnahme und eine dauerhaft hohe Wärmedämmleistung auszeichnet. Diese Eigenschaften machen XPS besonders geeignet für feuchtebelastete Bereiche wie die Perimeterdämmung von Kellerwänden, die Dämmung von Bodenplatten, Flachdächern, Balkonen und Terrassen. Im Vergleich zu expandiertem Polystyrol (EPS) bietet XPS eine deutlich höhere Feuchtebeständigkeit und Druckfestigkeit. Dadurch eignet es sich ideal für Anwendungen, bei denen der Dämmstoff dauerhaft mit Feuchtigkeit oder mechanischer Belastung in Kontakt kommt. Zwar ist XPS in der Regel teurer als EPS, dafür jedoch langlebiger und zuverlässiger in kritischen Baubereichen.
Die Verarbeitung von XPS ist unkompliziert: Der Dämmstoff lässt sich leicht zuschneiden und flexibel einsetzen. Hergestellt wird XPS auf Basis von Erdöl, was sich nachteilig auf die Umweltbilanz auswirkt. Allerdings verzichten viele Hersteller mittlerweile auf klimaschädliche Treibmittel, was die ökologische Verträglichkeit verbessert. Im Hinblick auf den Brandschutz ist XPS – sofern mit Flammschutzmitteln ausgestattet – schwer entflammbar (entsprechend Euroklasse B). Im Vergleich zu EPS neigt es im Brandfall weniger zum brennenden Abtropfen, was insbesondere bei vertikalen Einbausituationen von Vorteil sein kann.
Insgesamt ist XPS eine robuste und feuchtigkeitsresistente Dämmstofflösung, die sich besonders für anspruchsvolle Sanierungsvorhaben eignet, bei denen Zuverlässigkeit und Langlebigkeit gefragt sind.
Glaswolle
Glaswolle ist ein weit verbreiteter Dämmstoff, der überwiegend aus recyceltem Altglas besteht. Das Material wird bei sehr hohen Temperaturen von etwa 1.300 bis 1.500 °C geschmolzen und anschließend zu feinen Fasern verarbeitet. Daraus entstehen Dämmmatten oder -rollen, die sich leicht zuschneiden und verbauen lassen.
Typische Einsatzbereiche sind die Dämmung von Dächern (z. B. zwischen den Sparren), Innenwänden, Holzrahmenkonstruktionen sowie Decken und Fußböden. Glaswolle ist nicht brennbar und lässt Feuchtigkeit in Form von Dampf durch – das sorgt für ein angenehmes Raumklima.
Ein Vorteil ist der günstige Preis im Vergleich zu vielen natürlichen Dämmstoffen wie z. B. Holzfaser. Außerdem wird bei der Herstellung ein hoher Anteil an Recyclingmaterial verwendet.
Wichtig zu wissen: Glaswolle ist empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Wenn sie nass wird, verliert sie ihre Dämmwirkung und es kann zu Schimmelbildung in angrenzenden Bauteilen kommen. Deshalb sollte sie nicht in feuchtegefährdeten Bereichen eingesetzt werden – es sei denn, sie ist entsprechend geschützt.
Hanf
Hanf ist ein ökologischer Dämmstoff mit ausgewogener Kosten-Nutzen-Bilanz. Zwar erreicht er nicht ganz die Dämmwerte von Mineralwolle, überzeugt aber durch andere starke Eigenschaften: Hanf reguliert auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit, reduziert das Risiko von Schimmelbildung und bietet eine gute Schalldämmung – ideal für den Einsatz in der Zwischen- und Untersparrendämmung.
Die Hanfpflanze selbst benötigt nur wenig Wasser im Anbau, wächst schnell und ohne Pestizide. Hanfdämmstoffe sind grundsätzlich vollständig recycelbar. Wird jedoch zur Verbesserung des Brandschutzes ein Zusatz wie Borsalz verwendet, kann das die Recyclingfähigkeit einschränken. Auch dann bleibt Hanf aber – selbst bei thermischer Verwertung – eine deutlich umweltfreundlichere Alternative zu konventionellen Dämmstoffen.
Polyurethan (PUR und PIR)
Polyurethan, kurz PUR, und dessen Weiterentwicklung PIR gehören zu den leistungsstärksten Dämmstoffen, die heute im Hausbau und bei Sanierungen eingesetzt werden. Das Material ist ein Hartschaum, der besonders gut dämmt – selbst bei dünnen Schichten. Deshalb kommt es vor allem dort zum Einsatz, wo wenig Platz für Dämmung zur Verfügung steht, zum Beispiel auf dem Flachdach, unter dem Estrich oder an der Kellerdecke.
PUR- und PIR-Platten sind sehr fest und druckstabil. Sie lassen sich gut zuschneiden und verarbeiten, was die Montage vereinfacht. Durch die geschlossene Zellstruktur nimmt das Material kaum Wasser auf – ein Vorteil, besonders bei der Dämmung von außen. Auch die lange Lebensdauer spricht für diesen Dämmstoff: Er behält seine Dämmwirkung über Jahrzehnte.
Allerdings hat Polyurethan auch Nachteile. Es wird aus Erdöl hergestellt und ist daher aus ökologischer Sicht nicht unbedenklich. Die Herstellung benötigt viel Energie, und das Recycling ist bisher kaum etabliert. Bei einem Brand können gesundheitsschädliche Gase entstehen – ein Punkt, der bei der Planung und Auswahl beachtet werden sollte.
Insgesamt eignet sich Polyurethan sehr gut, wenn eine besonders schlanke und dennoch effektive Dämmlösung gefragt ist. Wer allerdings besonders umweltfreundlich bauen oder sanieren möchte, findet in natürlichen Dämmstoffen wie Holzfaser oder Zellulose nachhaltigere Alternativen – je nach Einsatzbereich.
Schafwolle
Schafwolle ist ein besonders ökologischer Dämmstoff mit vielen positiven Eigenschaften. Sie kann große Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, ohne ihre Dämmwirkung zu verlieren – das trägt zu einem angenehmen und gesunden Raumklima bei. Auch ihre schalldämmenden Eigenschaften sind sehr gut.
Mit einer Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,035–0,045 W/(m²K) ist Schafwolle vergleichbar mit anderen natürlichen Dämmstoffen wie Holzfaser oder Hanf.
Um Schädlingsbefall (z. B. durch Motten) zu verhindern, wird Schafwolle in der Regel mit Zusätzen wie Borsalzen behandelt. Diese sorgen zugleich für einen gewissen Brandschutz. Eingesetzt wird der Dämmstoff vor allem im Innenbereich, z. B. als Zwischensparrendämmung im Dachausbau oder zur Dämmung von Innenwänden und Decken.
Die Verfügbarkeit ist regional stark eingeschränkt, und auch die Herstellung ist kostenintensiver als bei konventionellen Dämmstoffen. Zudem schränkt die Behandlung mit chemischen Zusätzen die Recyclingfähigkeit deutlich ein – meist bleibt nur die thermische Verwertung (Verbrennung). Eine Rückführung in den natürlichen Stoffkreislauf ist dann nicht mehr möglich.
Auch bei der ökologischen Bewertung sollte bedacht werden: Schafe stoßen Methan aus, ein starkes Treibhausgas, und Schafwolle ist ein begrenzter Rohstoff, der auch in der Textilindustrie benötigt wird.
Zelluose
Zellulosedämmung besteht überwiegend aus recyceltem Zeitungspapier, das mit Borsalzen vor Feuer, Schimmel und Schädlingsbefall geschützt wird. Sie wird meist als Einblasdämmung in Form von Flocken verarbeitet und kommt vor allem in Dachschrägen, obersten Geschossdecken und Holzständerwänden zum Einsatz.
Besonders geschätzt wird Zellulose für ihren sehr guten sommerlichen Hitzeschutz, da sie Wärme effektiv speichert und so die Aufheizung von Innenräumen verzögert. Auch der Schallschutz ist durch die faserige Struktur überdurchschnittlich gut. Gleichzeitig zählt Zellulose zu den kostengünstigeren Dämmstoffen und bietet eine solide Dämmwirkung bei vergleichsweise geringer Wärmeleitfähigkeit.
Ein Nachteil ist die Feuchteempfindlichkeit: Zellulose darf nur in trockenen, gut geschützten Bauteilen eingesetzt werden. Zudem ist der fachgerechte Einbau nur durch spezialisierte Betriebe mit entsprechender Einblastechnik möglich.
Aus ökologischer Sicht überzeugt Zellulosedämmung durch ihre sehr gute CO₂-Bilanz, da sie aus recyceltem Material besteht und in der Herstellung nur wenig Energie benötigt. Am Ende ihrer Lebensdauer wird sie in der Regel thermisch verwertet, da die enthaltenen Borsalze eine Kompostierung oder Wiederverwendung erschweren.