Ablauf des iSFP : So läuft die Erstellung Schritt für Schritt ab
Der iSFP-Ablauf bei Enerflix: So läuft die Erstellung Ihres individuellen Sanierungsfahrplans Schritt für Schritt ab – vom Erstgespräch bis zum fertigen iSFP.
Überblick – die 4 Schritte zum fertigen iSFP ?
Ein iSFP entsteht nicht „auf Zuruf“, sondern in vier klaren Schritten. Der Ablauf ist so aufgebaut, dass Sie schnell Orientierung bekommen, anschließend belastbare Gebäudedaten vorliegen und daraus ein nachvollziehbarer Sanierungspfad abgeleitet wird. Am Ende steht ein Sanierungsfahrplan, der Maßnahmen, Reihenfolge und nächste Schritte so dokumentiert, dass Sie daraus Planung, Angebotsvergleich und Umsetzung strukturiert ableiten können.
Erstgespräch und Zielklärung (15 Minuten)
Zielklärung, Rahmenbedingungen und Einordnung, ob ein iSFP aktuell sinnvoll ist – ohne technische Detailplanung.
Vor-Ort-Termin und Bestandsaufnahme
Aufnahme der energetisch relevanten Gebäudedaten direkt vor Ort – als belastbare Grundlage für realistische und passende Empfehlungen.
Auswertung und Erstellung des Sanierungsfahrplans
Strukturierte Auswertung der Daten zu sinnvollen Maßnahmenpaketen, inklusive Abhängigkeiten, Reihenfolge und technischer Plausibilität.
Ergebnisgespräch und nächste Schritte
Gemeinsame Einordnung der Empfehlungen: Was zuerst sinnvoll ist, was später folgen kann – und wie Sie den iSFP konkret weiter nutzen.
Am Ende steht kein Maßnahmenzettel, sondern ein nachvollziehbarer Sanierungspfad als Grundlage für fundierte Entscheidungen.
Schritt 1 – Erstgespräch: Was wir klären, was nicht
Das Erstgespräch ist der Einstieg zur Einordnung – kurz, strukturiert und unverbindlich. Wir klären, ob ein iSFP wirklich der richtige nächste Schritt ist, und schaffen eine saubere Ausgangsbasis für die Bestandsaufnahme. Gleichzeitig grenzen wir bewusst ab, was in 15 Minuten sinnvoll möglich ist – und was erst nach Datenaufnahme seriös bewertet werden kann.
Welche Fragen Sie mitbringen sollten
Hilfreich ist alles, was Ihre Zielrichtung konkret macht: Was stört Sie am Gebäude (Kosten, Zugluft, Schimmelrisiko, Raumklima), welche Maßnahmen sind ohnehin geplant (Fenster, Dach, Heizung), und welche Zeitschiene haben Sie im Kopf. Wenn Sie schon Angebote, Fotos oder Eckdaten haben, umso besser – zwingend ist das nicht. Entscheidend ist, dass wir Ihre Prioritäten verstehen und die nächsten Schritte darauf ausrichten.
Wann ein iSFP (noch) nicht der richtige nächste Schritt ist
Ein iSFP ist nicht immer sofort sinnvoll – zum Beispiel, wenn Sie bereits eine sehr konkrete, kurzfristige Einzelentscheidung treffen müssen (etwa akuter Heizungsausfall) oder wenn zunächst Grundfragen fehlen (Eigentumssituation, geplante Nutzung, größere Umbauten). Auch wenn ausschließlich Preisvergleiche oder reine Handwerkerangebote im Vordergrund stehen, ist häufig ein anderer Einstieg effizienter. In solchen Fällen ist das Ziel des Erstgesprächs, genau das transparent zu machen – damit Sie nicht Zeit und Budget in den falschen Prozess stecken.
Schritt 2 – Vor-Ort-Termin: Welche Daten wir aufnehmen
Der Vor-Ort-Termin liefert die Grundlage für alles Weitere. Statt mit pauschalen Annahmen zu arbeiten, erfassen wir die zentralen Gebäudedaten und prüfen typische Schwachstellen direkt am Objekt. So wird der spätere Fahrplan praxisnäher und die Empfehlungen sind besser auf Ihr Gebäude zugeschnitten.
Wir sorgen dafür, dass Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge geplant werden – damit Sie kein Geld für Lösungen ausgeben, die später korrigiert werden müssen.
Gebäudehülle, Anlagentechnik und Nutzung – die wichtigsten Punkte
Wir schauen uns die energetisch relevanten Bauteile an: Außenwände, Dach/oberste Geschossdecke, Kellerdecke/Bodenplatte, Fenster und typische Anschlussdetails. Zusätzlich erfassen wir die Anlagentechnik (Wärmeerzeugung, Verteilung, Warmwasser, Regelung) und die Nutzung, soweit sie energetisch relevant ist (z. B. Beheizung, Warmwasserbedarf, Lüftungsverhalten). Ziel ist ein konsistentes Bild: Wo entstehen die größten Wärmeverluste, wo liegen die wichtigsten Hebel – und wo müssen Maßnahmen technisch aufeinander abgestimmt werden.
Welche Unterlagen hilfreich sind (wenn vorhanden)
Bringen Sie mit, was vorhanden ist – fehlende Unterlagen sind kein Problem. Hilfreich sind:
- Baupläne,
- Baubeschreibung,
- Energieausweis,
- Schornsteinfegerunterlagen,
- Angaben zur Heizung (Typ/Leistung/Baujahr),
- letzte Modernisierungen,
- Fotos oder Rechnungen zu Fenstern/Dämmung.
Auch Verbrauchsdaten können nützlich sein, wenn sie plausibel einzuordnen sind. Wichtig: Fehlende Unterlagen sind kein Ausschlusskriterium – wir arbeiten so, dass der Termin auch ohne „perfekte Akte“ funktioniert.
Was bringt Ihnen das konkret?
Ihr konkreter Nutzen:
-
weniger Fehlentscheidungen durch isolierte Einzelmaßnahmen
-
geringeres Risiko von Nachbesserungen und Zusatzkosten
-
bessere Vergleichbarkeit von Angeboten
-
eine belastbare Grundlage für realistische Umsetzungsschritte
Schritt 3 – Auswertung: Wie aus Daten ein Sanierungspfad wird
In der Auswertung werden die aufgenommenen Informationen zu einer strukturierten Empfehlung zusammengeführt. Dabei betrachten wir Maßnahmen nicht isoliert, sondern als aufeinander abgestimmte Pakete – inklusive Abhängigkeiten und sinnvoller Reihenfolge.
Ziel ist ein Sanierungspfad, der technisch stimmig ist und sich realistisch umsetzen lässt. Wir prüfen, welche Annahmen belastbar sind, wo Risiken entstehen können (z. B. an Schnittstellen oder Details) und welche Varianten in Ihrem Gebäude tatsächlich sinnvoll funktionieren – nicht nur rechnerisch, sondern in der Praxis.
Maßnahmenpakete und sinnvolle Reihenfolge
Maßnahmen werden so gebündelt, dass sie sinnvoll zusammenpassen – etwa Gebäudehülle und Heizsystem oder Lüftung und Feuchteschutz. Die Reihenfolge folgt dabei einer technischen Logik: Zuerst Klarheit über Wärmebedarf und Hülle, danach Auslegung von Wärmeerzeugung und Verteilung.
So vermeiden wir, dass einzelne Entscheidungen spätere Optionen unnötig einschränken oder doppelte Kosten entstehen.
Plausibilisierung: was realistisch ist (und was nicht)
Ein zentraler Bestandteil ist die Plausibilisierung: Welche Annahmen sind belastbar, welche Zielwerte realistisch erreichbar – und wo bestehen technische oder praktische Grenzen?
Wir achten darauf, dass Empfehlungen nicht nur rechnerisch gut aussehen, sondern in der Umsetzung funktionieren. Das reduziert das Risiko späterer Nachbesserungen und vermeidet, dass einzelne Bausteine technisch nicht zueinander passen.
Schritt 4 – Übergabe & Ergebnisgespräch: So nutzen Sie den iSFP weiter
Mit der Übergabe ist der iSFP nicht „fertig abgeheftet“, sondern nutzbar: Sie haben eine strukturierte Grundlage, um Entscheidungen zu treffen, Angebote sinnvoll zu vergleichen und die Umsetzung in passenden Etappen zu planen. Im Ergebnisgespräch machen wir aus dem Dokument eine klare Orientierung: Was zuerst, was später – und welche Fragen vor einer Umsetzung noch zu klären sind.
Was Sie konkret erhalten
Sie erhalten die iSFP-Unterlagen so, dass Maßnahmenpakete, empfohlene Reihenfolge und die wichtigsten Annahmen/Grundlagen nachvollziehbar dokumentiert sind: digital zur Weitergabe und Ablage sowie – je nach Prozess – zusätzlich als Ausdruck. Wichtig ist weniger das Format als die Klarheit: Maßnahmen sind nachvollziehbar beschrieben, der Pfad ist strukturiert, und Sie können daraus konkrete nächste Schritte ableiten, ohne bei null zu starten.
Wie Sie daraus eine Umsetzungsplanung ableiten
Der iSFP hilft Ihnen, die Umsetzung zu strukturieren: Welche Maßnahmen gehören zusammen, welche Reihenfolge vermeidet technische Konflikte, und wo sollten Sie Fachplanung oder Baubegleitung frühzeitig einplanen. Er ist damit eine Grundlage, um Angebote zielgerichteter einzuholen, Schnittstellen zwischen Gewerken besser zu koordinieren und die Sanierung in realistischen Etappen aufzubauen – ohne sich vorschnell auf eine einzige Lösung festzulegen.
Häufige Fragen zur Ablauf
Wie lange dauert der iSFP insgesamt?
Der Ablauf umfasst Terminabstimmung (Erstgespräch + Vor-Ort-Termin), Auswertung/Erstellung des Fahrplans und das Ergebnisgespräch. Entscheidend sind weniger „reine Bearbeitungstage“, sondern vor allem Terminverfügbarkeit, Gebäudekomplexität und wie klar die Datengrundlage ist. In dringenden Fällen sind auch ca. 2 Wochen realistisch, wenn Termine kurzfristig möglich sind.
Muss beim Vor-Ort-Termin jemand anwesend sein?
Idealerweise ist eine Person vor Ort, die Zugang ermöglicht und kurze Fragen beantworten kann. Wichtig ist, dass wir in die relevanten Bereiche kommen (z. B. Heiz-/Technikraum, Dachboden, Keller, ggf. Dach-/Anschlusspunkte). Das muss nicht zwingend der/die Eigentümer:in sein – Hauptsache, die Begehung ist ohne „verschlossene Bereiche“ und ohne unnötige Unterbrechungen möglich.
Was passiert, wenn Unterlagen fehlen oder etwas unklar ist?
Fehlende Unterlagen sind häufig – und kein Ausschlusskriterium.
Wir arbeiten mit dem, was vor Ort nachvollziehbar ist, und ergänzen die Dokumentation dort, wo belastbare Informationen fehlen. Unklare Punkte (z. B. Bauteilaufbauten, einzelne Anlagendaten) werden transparent gemacht und sinnvoll eingeordnet: entweder über plausible Annahmen, gezielte Nachforderung – oder als Hinweis, was vor Umsetzung noch zu klären ist. Ziel ist Orientierung, ohne künstliche Genauigkeit vorzutäuschen.
Ist ein iSFP verpflichtend oder empfehlend?
Ein iSFP ist nicht verpflichtend – er ist ein freiwilliges Beratungsinstrument.
Er hilft dabei, sinnvolle Sanierungsschritte zu priorisieren und in eine technisch stimmige Reihenfolge zu bringen, ohne dass Sie dadurch zu einer Umsetzung verpflichtet sind.